Beschreibung
Modellbeschreibung & Geschichte: Bemo 1250 105 H0m RhB Ge 4/4 I „Silvretta“
Die Bemo 1250 105 ist ein hochdetailliertes H0m-Modell der bekannten Schweizer Elektrolokomotive Ge 4/4 I der Rhätischen Bahn (RhB). Im Maßstab 1:87 gefertigt, ist dieses Modell für 12-mm-Schmalspurgleise (H0m) konzipiert und trägt die Betriebsnummer 605 mit dem traditionsreichen Namen „Silvretta“. Das Vorbild dieser Lok war insbesondere auf den Strecken des Engadins und der Albulalinie im Einsatz und gilt heute als Ikone des klassischen RhB-Betriebs.
Technische Details des Modells
Das Modell von Bemo überzeugt durch seine exakte Nachbildung des Originals: Die dunkelgrüne Farbgebung entspricht der klassischen Epoche-III/IV-Lackierung der RhB, wie sie bis in die 1980er Jahre üblich war. Fein aufgedruckte Beschriftungen wie „RhB“, „605“, „Ge 4/4 I“ sowie der Lokname „Silvretta“ sind gestochen scharf und vorbildgerecht ausgeführt. Die Dachausrüstung mit zwei filigranen Stromabnehmern, Isolatoren und der detaillierten Oberleitungsausrüstung wurde ebenfalls sorgfältig umgesetzt.
Das Fahrwerk des Modells besitzt vier einzeln gefederte Achsen mit feinen Speichenrädern und sichtbaren Sandkästen. Ein kräftiger Mittelmotor mit Schwungmasse sorgt für gleichmäßigen Lauf, die Stromaufnahme erfolgt über alle vier Achsen. Die Kupplungsaufnahme nach NEM sowie der optionale Digitalschnittstellenplatz (je nach Variante) ermöglichen den Betrieb sowohl im analogen als auch im digitalen Modellbahnbetrieb.
Historischer Hintergrund der Ge 4/4 I
Die Rhätische Bahn beschaffte in den Jahren 1947 bis 1953 insgesamt zehn Lokomotiven der Baureihe Ge 4/4 I, um die alternden Krokodile (Ge 6/6 I) zu ersetzen. Mit einer Leistung von 1.184 kW und einer Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h waren sie für den gemischten Personen- und Güterzugverkehr auf dem kurvenreichen und steilen Streckennetz der RhB gut geeignet. Technisch basierten sie auf der damaligen Elektrotechnik von BBC (Brown, Boveri & Cie.) und SLM (Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik).
Die Lok 605 wurde 1953 ausgeliefert und später auf den Namen „Silvretta“ getauft – benannt nach dem gleichnamigen Gebirgszug in der Silvrettagruppe der Alpen. Bis in die frühen 1990er Jahre hinein war sie im regulären Dienst unterwegs, insbesondere auf der Albulastrecke, der Strecke nach Scuol-Tarasp sowie zwischen Chur und St. Moritz. Ab den 1990er Jahren wurden die Loks schrittweise ausgemustert oder museal erhalten. Einige Exemplare, darunter auch die 605, blieben für Nostalgiezüge erhalten oder wurden an Museumsbahnen verkauft.
Sammlerwert und Bedeutung
Die Bemo-Lok 1250 105 „Silvretta“ ist heute ein begehrtes Sammlerstück. Das Modell repräsentiert nicht nur technische Präzision im Maßstab H0m, sondern auch ein Stück Schweizer Eisenbahngeschichte. Aufgrund der limitierten Auflage und des nostalgischen Charmes hat sie sowohl für Modellbahner als auch für RhB-Fans einen hohen emotionalen und materiellen Wert.
Besonders in Kombination mit passenden grünen Personen- oder Güterwagen der RhB ergibt sich ein stimmiges historisches Zugbild. Wer sich für die Epoche III–IV der Rhätischen Bahn interessiert, kommt an dieser Lok kaum vorbei. Sie ist ein Muss für jede H0m-Anlage mit Alpenambiente.















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