Beschreibung
Nakajima Ki-84 Hayate – der Sturmjäger des Kaiserreichs
Die Nakajima Ki-84 Hayate war eines der leistungsstärksten Jagdflugzeuge der Kaiserlich Japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg. Ihr Name „Hayate“ bedeutet übersetzt „Sturm“ – und genau so trat dieses Flugzeug auch auf: schnell, wendig, durchschlagskräftig. Die alliierten Streitkräfte bezeichneten sie mit dem Codenamen „Frank“, und sie war einer der wenigen japanischen Jäger, die es mit den modernen US-amerikanischen Flugzeugen wie der P-51 Mustang oder der P-47 Thunderbolt aufnehmen konnten.
Die Ki-84 wurde ab 1943 eingesetzt und war mit einem leistungsstarken 18-Zylinder-Motor, automatischer Waffenbewaffnung (zumeist 20-mm- und 30-mm-Kanonen) und einer robusten Bauweise ausgestattet. Trotz ihrer vergleichsweise schweren Bauweise konnte sie Geschwindigkeiten von bis zu 690 km/h erreichen – ein Spitzenwert für japanische Flugzeuge jener Zeit. Sie galt als ausgewogen in Reichweite, Steigleistung und Manövrierfähigkeit – eine echte Seltenheit unter japanischen Flugzeugen, die zuvor oft auf extreme Wendigkeit oder Geschwindigkeit spezialisiert waren, aber dabei andere Schwächen aufwiesen.
In den letzten Kriegsjahren wurde die Ki-84 vor allem zur Verteidigung des japanischen Heimatlandes eingesetzt, etwa bei der Abwehr von B-29-Bombern. Ihr Einsatz konzentrierte sich auf strategisch wichtige Gebiete wie Formosa (heute Taiwan), Okinawa und Kyūshū. Besonders gefürchtet war sie wegen ihrer starken Bewaffnung und hohen Trefferwirkung – ein würdiger Gegner für selbst die besten alliierten Piloten.
Ihre optische Erscheinung mit silbernem Grundanstrich und grüner Tarnung war ebenso markant wie funktional. Die rote „Hinomaru“-Rundel auf den Tragflächen und dem Rumpf war das klare Erkennungszeichen japanischer Militärflugzeuge der Zeit. Mit ihrer aggressiven Silhouette und kraftvollen Motorisierung gehört die Ki-84 heute zu den meistdiskutierten japanischen Jagdflugzeugen des Zweiten Weltkriegs.
Das Originalflugzeug ist heute nur noch in wenigen erhaltenen Exemplaren in Museen zu sehen – umso beliebter ist sie bei Sammlern und Modellbaufans weltweit.
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