Beschreibung
SBB Ae 4/7 10952 – Der „Dauerläufer“ der Schweizer Schienenwelt
Die Ae 4/7 gehört zu den Lokomotiven, die man fast schon als schweizerisches Kulturgut bezeichnen kann. Gebaut zwischen 1927 und 1934, war sie jahrzehntelang das Arbeitstier der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) – und die Maschine mit der Nummer 10952 ist eine ihrer würdigen Vertreterinnen.
Die Ae 4/7 war gewissermassen das „Schweizer Taschenmesser“ unter den Elektrolokomotiven: universell einsetzbar, robust, zuverlässig und für so ziemlich jede Aufgabe zu haben. Ob schwere Güterzüge, elegante Schnellzüge oder regionale Dienste – diese Lok packte das alles. Dabei half ihr ein ausgeklügeltes Antriebssystem, das sogenannte Buchli-Antrieb, ein damals revolutionäres Konstrukt, das für ihre unverwechselbare Optik mit den einseitig angetriebenen Rädern sorgte.
Mit einer Leistung von rund 2300 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h war die Ae 4/7 bestens gerüstet für die Alpenrepublik. Auf den Rampen am Gotthard oder Lötschberg machte sie genauso eine gute Figur wie im Flachland, wo sie über Jahrzehnte hinweg die Hauptlast des Verkehrs trug.
Optisch war sie typisch „SBB-Klassiker“: dunkelgrün lackiert, kantig, kraftvoll und doch elegant. Ihre langen Lüftungsgitter, die markanten Drehgestelle und die Dachleitungen mit den beiden Pantographen gaben ihr ein unverkennbares Gesicht. Kein Wunder, dass Eisenbahnfans ihr bis heute treu verfallen sind.
Das Beste: Die Ae 4/7 blieb extrem lange im Einsatz. Während viele Lokomotiven schon nach 20 bis 30 Jahren aufs Abstellgleis mussten, hielt sie durch – teilweise bis in die 1990er-Jahre hinein! Fast 70 Jahre Dienstzeit, das schaffen nicht einmal die meisten Ehepaare.
Heute existieren noch mehrere Exemplare, einige sogar betriebsfähig. Sie rollen bei Sonderfahrten über Schweizer Schienen und erinnern dabei an eine Zeit, in der Technik nicht nur praktisch, sondern auch langlebig und schön war.
Die Ae 4/7 10952 ist also mehr als nur eine Lokomotive – sie ist ein Stück lebendige Schweizer Eisenbahngeschichte. Wer tiefer eintauchen möchte: Einfach mal „SBB Ae 4/7“ bei Wikipedia eingeben – dort gibt’s die volle Packung Technik- und Einsatzgeschichte.

















