Beschreibung
Der SBB Rungenwagen RS ist ein klassischer Vertreter der Schweizer Güterwagen, der über Jahrzehnte hinweg im Waren- und Materialtransport eine zentrale Rolle spielte. Als universell einsetzbarer Wagen war er speziell für den Transport von Holz, Stahlträgern, Rohren und anderen sperrigen Gütern ausgelegt. Mit seinen markanten, stabilen Rungen bot der Wagen nicht nur eine sichere Ladefläche, sondern auch Flexibilität beim Be- und Entladen verschiedenster Materialien.
In der Schweiz, wo die SBB ein dichtes und anspruchsvolles Schienennetz betreibt, waren Rungenwagen wie der RS unverzichtbar. Besonders auf Bergstrecken oder bei der Versorgung von Industriegebieten ermöglichte er den zuverlässigen Transport schwerer und unregelmäßig geformter Güter. Die robuste Bauweise und die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Ladungsarten machten den RS zu einem Arbeitspferd im Schweizer Güterverkehr.
Historisch betrachtet symbolisiert der SBB Rungenwagen RS die Bedeutung des Schienengüterverkehrs für die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz. Ohne solche Wagen wäre die Versorgung von Industrie, Handel und Bauwesen über die Schienen nur schwer möglich gewesen. Jeder Rungenwagen erzählt die Geschichte zahlloser Transporte, logistischer Herausforderungen und der Menschen, die täglich für den reibungslosen Ablauf des Bahnverkehrs sorgten.
Das Buco 8630 0 H0 Modell erlaubt es Sammlern und Eisenbahnenthusiasten, ein Stück dieser Geschichte in die eigene Sammlung zu integrieren. Es erinnert an die essenzielle Rolle, die der SBB Rungenwagen RS im Alltag der Schweizer Bahnen spielte, und bietet gleichzeitig einen Einblick in die traditionsreiche Geschichte des Güterverkehrs auf Schienen. Für Liebhaber historischer Schweizer Eisenbahnfahrzeuge ist der RS ein Muss.
Geschichtlicher Hintergrund
1919 gründete August Bucherer das Unternehmen A. Bucherer & Cie. In der Herstellung von Spielzeugeisenbahnen war er kein Neuling mehr, da er von 1907 bis 1911 als Mustermacher bei der Märklin und anschliessend bis 1918 als technischer Leiter bei der Spielwarenfabrik Bruno Ulbricht in Nürnberg tätig war.
Zuerst wurden Holzspielzeug und Metallfiguren, die sogenannten Saba-Figuren gefertigt. Die Saba-Figuren wurden überwiegend in die USA exportiert, doch als diese die Einfuhrzölle massiv erhöhte, musste dieser Geschäftszweig eingestellt werden.
1923 wurde die DEF-Eisenbahn (Die Eisenbahn Für den Garten) präsentiert. Die Konstruktion dieser Eisenbahn war stabil. Die Oberteile der Fahrzeuge waren aus Holz, die Unterteile aus Winkeleisen. Ein Kind konnte in einem Wagen bequem Platz nehmen. Das Uhrwerk der Lokomotive wurde mit einer Kurbel aufgezogen. Doch die Herstellung dieser Eisenbahn war sehr teuer und die Produktion musste 1926 mit dem Konkurs der Firma eingestellt werden.
Im gleichen Jahr wurde eine neue Firma gegründet A. Bucherer & Co AG (Buco). Das neue Sortiment beinhaltete hölzerne Werbeartikel, Holzkisten für Ernst-Teigwaren oder Sprüngli-Schokolade. Bekannt wurde der Holzbaukasten Buco–Ingenieur. Es wurden auch Gesellschaftsspiele, Holztiere, Puppenstuben und Kaufläden mit und ohne Ausstattung hergestellt. Damals wurde auf den Verpackungen das Armbrust-Logo für einheimisches Schaffen aufgedruckt. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg war importiertes Spielzeug nur schwer erhältlich und die Firma stellte zuerst hölzerne Uhrwerksbahnen als Zugpackungen her. Die Schienen waren aus Aluminium mit Holzschwellen.

















