Beschreibung
BLS Ae 8/8 „Muni“ – Die Kraftmaschine der Lötschberg-Bergstrecke
Die BLS Ae 8/8, liebevoll „Muni“ genannt (berndeutsch für Stier), war eine der stärksten Elektrolokomotiven der Schweiz und wurde speziell für den Einsatz auf der Lötschberg-Bergstrecke konzipiert. Diese beeindruckende Lokomotive war eine Ikone der Bern–Lötschberg–Simplon-Bahn (BLS) und zählt heute zu den bedeutendsten Maschinen der Schweizer Eisenbahngeschichte.
⚙️ Technische Innovation für den Alpenverkehr
Mit der steigenden Nachfrage im Güter- und Personenverkehr ab den 1950er-Jahren benötigte die BLS eine Lokomotive, die schwere Züge über die steilen Rampen des Lötschbergs ziehen konnte – besonders im Winterbetrieb. Die Lösung war die Ae 8/8, eine Doppellokomotive mit insgesamt acht angetriebenen Achsen, bestehend aus zwei fest miteinander gekuppelten Hälften (Bo’Bo’ + Bo’Bo’).
Insgesamt wurden nur drei Lokomotiven dieses Typs gebaut (Nummern 271–273) – sie waren für ihre Zeit technologisch wegweisend. Die elektrische Leistung lag bei etwa 7800 PS, womit sie selbst schwerste Züge ohne Vorspann bewältigen konnten.
Warum der Spitzname „Muni“?
Der Spitzname „Muni“ entstand wegen der rohen Zugkraft dieser Lok – sie war im wahrsten Sinne ein „Stier“ auf Schienen. Auch optisch wirkte sie bullig, kraftvoll und robust – ganz im Stil schweizerischer Ingenieurskunst.
️ Einsatz und Ruhestand
Die Ae 8/8 war Jahrzehnte im Einsatz, insbesondere auf der Lötschberg-Nordrampe, wo ihre Leistungen gefragt waren. Mit der zunehmenden Elektrifizierung und dem Aufkommen moderner Mehrsystemlokomotiven wurden die Ae 8/8 ab den späten 1980er-Jahren allmählich aus dem Betrieb genommen.
Heute sind einzelne Exemplare museal erhalten und können z. B. beim Blonay–Chamby Museum oder im Verkehrshaus Luzern besichtigt werden.
Weitere Informationen
Ausführliche technische Daten und geschichtliche Hintergründe findest du im Wikipedia-Artikel:
BLS Ae 8/8 – Wikipedia



















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