Beschreibung
Der Buco 8657 0 SBB Tankwagen Shell steht sinnbildlich für die goldene Ära des Eisenbahnverkehrs, in der die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) nicht nur Personen, sondern auch lebenswichtige Güter wie Treibstoffe zuverlässig transportierten. Besonders die markanten Shell-Tankzüge prägten über Jahrzehnte hinweg das Bild auf vielen europäischen Bahnstrecken. Sie waren ein Symbol für Industrialisierung, Mobilität und Fortschritt.
Die typischen gelben Wagen mit dem roten Shell-Schriftzug waren sofort erkennbar und bildeten oft ganze Züge, die quer durch die Schweiz und über die Grenzen hinausliefen. Diese Tankzüge hatten die Aufgabe, den steigenden Bedarf an Benzin und Diesel sicher und schnell von Raffinerien zu Tanklagern oder großen Bahnhöfen zu bringen. Für viele Eisenbahnfreunde sind sie deshalb mehr als nur Wagen – sie sind ein Stück lebendige Transportgeschichte.
Gerade in der Schweiz, wo die Bahn seit jeher eine zentrale Rolle im Güterverkehr spielte, waren Tankzüge wie die von Shell unverzichtbar. Sie verbanden die alpine Landschaft mit der industriellen Welt, durchquerten Täler, überquerten Brücken und wurden von kraftvollen Lokomotiven gezogen, die den Zug durch anspruchsvolle Streckenabschnitte führten. Wer sich heute mit historischen Tankwagen beschäftigt, taucht automatisch in eine Zeit ein, in der die Bahn noch das Rückgrat des Warenverkehrs war.
Der Buco 8657 0 SBB Tankwagen Shell ist daher nicht nur ein Sammlerstück, sondern auch ein Erinnerungsstück an diese Epoche. Er verkörpert die Faszination für historische Züge, den Stolz auf die Ingenieurskunst der damaligen Zeit und die enge Verbindung zwischen der Marke Shell und den SBB-Güterzügen. Für Sammler, Nostalgiker und Eisenbahnliebhaber ist er ein Highlight jeder Kollektion und zugleich ein Symbol für die Kraft und Zuverlässigkeit des Schienengüterverkehrs.
Geschichtlicher Hintergrund
1919 gründete August Bucherer das Unternehmen A. Bucherer & Cie. In der Herstellung von Spielzeugeisenbahnen war er kein Neuling mehr, da er von 1907 bis 1911 als Mustermacher bei der Märklin und anschliessend bis 1918 als technischer Leiter bei der Spielwarenfabrik Bruno Ulbricht in Nürnberg tätig war.
Zuerst wurden Holzspielzeug und Metallfiguren, die sogenannten Saba-Figuren gefertigt. Die Saba-Figuren wurden überwiegend in die USA exportiert, doch als diese die Einfuhrzölle massiv erhöhte, musste dieser Geschäftszweig eingestellt werden.
1923 wurde die DEF-Eisenbahn (Die Eisenbahn Für den Garten) präsentiert. Die Konstruktion dieser Eisenbahn war stabil. Die Oberteile der Fahrzeuge waren aus Holz, die Unterteile aus Winkeleisen. Ein Kind konnte in einem Wagen bequem Platz nehmen. Das Uhrwerk der Lokomotive wurde mit einer Kurbel aufgezogen. Doch die Herstellung dieser Eisenbahn war sehr teuer und die Produktion musste 1926 mit dem Konkurs der Firma eingestellt werden.
Im gleichen Jahr wurde eine neue Firma gegründet A. Bucherer & Co AG (Buco). Das neue Sortiment beinhaltete hölzerne Werbeartikel, Holzkisten für Ernst-Teigwaren oder Sprüngli-Schokolade. Bekannt wurde der Holzbaukasten Buco–Ingenieur. Es wurden auch Gesellschaftsspiele, Holztiere, Puppenstuben und Kaufläden mit und ohne Ausstattung hergestellt. Damals wurde auf den Verpackungen das Armbrust-Logo für einheimisches Schaffen aufgedruckt. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg war importiertes Spielzeug nur schwer erhältlich und die Firma stellte zuerst hölzerne Uhrwerksbahnen als Zugpackungen her. Die Schienen waren aus Aluminium mit Holzschwellen.

















