Beschreibung
Die Handley Page O/400 – ein echter Riese der Lüfte im Ersten Weltkrieg – war ein zweimotoriger Doppeldecker-Bomber der britischen Royal Air Force. Entwickelt von der Firma Handley Page, war dieses Flugzeug ab 1918 im Einsatz und galt als technisches Meisterwerk seiner Zeit. Mit einer Spannweite von über 30 Metern und Platz für eine beachtliche Bombenlast setzte die O/400 neue Maßstäbe in der militärischen Luftfahrt – sozusagen das Schwergewicht im Federkleid der frühen Fliegerära.
Die O/400 war eine Weiterentwicklung der Handley Page O/100 und wurde als strategischer Bomber konzipiert. Ausgestattet mit zwei Rolls-Royce Eagle VIII-Motoren mit jeweils über 350 PS, erreichte sie eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 160 km/h. Das klingt aus heutiger Sicht eher nach „Fahrtwind beim Fensteröffnen“, war aber für 1918 durchaus beachtlich. Der Bomber konnte bis zu 900 kg Bomben transportieren und verfügte über mehrere Maschinengewehre zur Verteidigung – meistens vorne, seitlich und hinten positioniert, weil man sich damals dachte: „Mehr ist mehr.“
Im Einsatz war die O/400 vor allem bei nächtlichen Bombenangriffen auf deutsche Industrie- und Verkehrsanlagen. Die Royal Air Force schätzte ihre Reichweite, Stabilität und – für damalige Verhältnisse – enorme Tragkraft. Neben dem militärischen Einsatz diente sie nach dem Krieg sogar kurzzeitig als Passagierflugzeug, denn irgendwo müssen die Sitze ja auch hin, wenn die Bomben weg sind.
Heute ist die Handley Page O/400 ein echtes Highlight in der Geschichte der Luftfahrt – und natürlich ein beliebtes Motiv für Modellbauer weltweit. Ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild mit den vier Tragflächenreihen, dem doppelten Leitwerk und dem wuchtigen Rumpf macht sie zu einem spektakulären Hingucker in jeder Vitrine.
Wer noch tiefer eintauchen will, findet weitere Informationen im entsprechenden Wikipedia-Artikel zur Handley Page Type O:
👉 https://de.wikipedia.org/wiki/Handley_Page_Type_O
Ob als technisches Denkmal, museale Miniatur oder einfach als Zeugnis früher Flugpionierkunst – die O/400 bleibt ein faszinierendes Kapitel der Luftfahrtgeschichte. Und ganz ehrlich: Wer kann diesem fliegenden Doppeldecker-Dinosaurier mit Propellerbrille schon widerstehen?















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