Beschreibung
Die Doflug D.3801 war ein in der Schweiz hergestelltes Jagdflugzeug aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Sie basierte auf der französischen Morane-Saulnier MS.406, welche zu Beginn des Krieges das Standardjagdflugzeug der Armée de l’Air war. Da die Schweiz zur Zeit des Krieges ihre Neutralität verteidigte und auf eine eigenständige Luftwaffe angewiesen war, entschied man sich, das französische Modell in Lizenz nachzubauen – angepasst an die speziellen Bedürfnisse und Produktionsmöglichkeiten der Eidgenossenschaft.
Die D.3801 wurde ab 1941 von der Doflug (Dornier-Werke Altenrhein) produziert. Insgesamt wurden rund 207 Exemplare gebaut. Die Schweizer Version unterschied sich in mehreren technischen Punkten vom Original: Sie war mit dem leistungsfähigeren Saurer YS-2 Motor ausgestattet (eine in Lizenz gebaute Variante des Hispano-Suiza 12Y), was die Leistung deutlich verbesserte. Auch die Bewaffnung wurde angepasst und bestand typischerweise aus einer 20-mm-Maschinenkanone und zwei 7,5-mm-Maschinengewehren.
Die Flugleistungen der D.3801 waren für ihre Zeit respektabel. Sie erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 535 km/h und hatte eine gute Wendigkeit – besonders in mittleren Höhenlagen. In der Schweizer Luftwaffe diente die Maschine vor allem zur Luftraumüberwachung und zur Wahrung der Neutralität. Es kam mehrfach zu Zwischenfällen, bei denen sich Schweizer Piloten mit alliierten oder deutschen Flugzeugen konfrontiert sahen.
Die Maschinen trugen auffällige rote Markierungen mit weißen Kreuzen an Rumpf, Leitwerk und Flügeln – ein eindeutiges Erkennungszeichen der Schweiz, das dazu diente, Verwechslungen mit kriegsführenden Nationen zu vermeiden. Die Betriebsnummern wie „J-49“ identifizierten einzelne Flugzeuge innerhalb der Schweizer Flotte.
Die Doflug D.3801 blieb bis in die frühen 1950er-Jahre in Dienst. Danach wurde sie durch modernere Typen wie die De Havilland Vampire abgelöst. Heute existieren nur noch wenige Exemplare – meist in Museen oder als liebevoll gebaute Modellflugzeuge wie dieses.
Das Modell mit der Kennung J-49 steht somit sinnbildlich für eine Zeit, in der die Schweiz ihre Lufthoheit mit technischen Eigenentwicklungen und bemerkenswerter Ingenieurskunst sicherstellte – ganz ohne in den Krieg einzutreten.

















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