Beschreibung
BLS Re 4/4 261 – Die braune Kraft der Berner Alpenbahn
Die Lokomotive Re 4/4 Nr. 261 der BLS (Bern–Lötschberg–Simplon-Bahn) ist Teil einer Baureihe von sechs Lokomotiven, die ursprünglich zwischen 1964 und 1966 für die BLS-Gruppe gebaut wurden. Diese Maschinen tragen die Bezeichnung Re 4/4 161–166, wurden jedoch im Jahr 1991 auf die Nummern 261–266 umgezeichnet, um sie an das neue Nummerierungsschema der BLS anzupassen.
Die Re 4/4 war die erste moderne Hochleistungs-Elektrolokomotive der BLS mit der Achsfolge Bo’Bo’, technisch verwandt mit der Re 4/4 II der SBB, jedoch an die Bedürfnisse der BLS-Strecken angepasst – insbesondere an die Anforderungen der Bergstrecke über den Lötschberg. Sie zeichnete sich durch hohe Zugkraft, gute Laufruhe und zuverlässige Leistung im schweren Güter- und Reisezugdienst aus.
Die Lok 261 war jahrzehntelang im Einsatz auf der BLS-Hauptachse zwischen Bern–Spiez–Brig und wurde auch auf Nebenstrecken nach Interlaken, Zweisimmen oder Frutigen verwendet. Die typische braune BLS-Lackierung mit weißen Zierlinien war ein charakteristisches Erkennungsmerkmal dieser Epoche.
Die Lokomotiven wurden im Laufe ihrer Einsatzzeit modernisiert, wobei insbesondere Führerstände und Elektronik angepasst wurden. Trotz ihres Alters blieben die Re 4/4 der BLS bis weit in die 2000er Jahre aktiv – später vor allem im Rangier- und Bauzugdienst.
Modell mit Zusatz „Thun“
Das hier gezeigte Modell der HAG 181 H0 Re 4/4 261 trägt zusätzlich das Wappen der Stadt Thun auf der Seitenwand – eine Ergänzung, die so im Originalbestand der BLS nicht dokumentiert ist. Möglicherweise handelt es sich um eine individuelle Veredelung oder eine Variante für Sammler.
Fazit
Die BLS Re 4/4 261 steht exemplarisch für die Lokomotivgeneration, die das Bild der Berner Alpenstrecken jahrzehntelang prägte. Kraftvoll, funktional und bis ins Detail durchdacht, ist sie heute ein Klassiker der Schweizer Bahngeschichte – im Modell wie im Original.




















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